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Symptome

Lungenkrebs zeigt in der Regel keine frühen Symptome und verursacht zunächst auch keine Beschwerden. Oder es zeigen sich unspezifische Symptome, die nicht sofort auf eine Lungenkrebserkrankung schließen lassen. Dazu können Rückenschmerzen, Abgeschlagenheit oder Fieberschübe gehören. Deshalb wird die Erkrankung meist erst erkannt, wenn sich der Tumor bereits in einem fortgeschrittenen Stadium befindet und man mit Beschwerden den Arzt aufsucht. Bewährte Maßnahmen zur Früherkennung, wie sie bei anderen Tumorformen im Einsatz sind, gibt es beim Lungenkrebs derzeit noch keine.

Woran erkennt man Lungenkrebs?

Der Tumor hat Zeit, um in der Lunge, einem relativ großen, ausgedehnten und verzweigten Organ, zu wachsen und sich auszubreiten. Die Lunge selbst ist nicht schmerzempfindlich (Ausnahme: die größeren Bronchien), also treten zunächst auch keine Schmerzen auf, die warnen könnten. Die Beschwerden und Symptome zeigen sich erst in einem fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung, also wenn sich der Tumor in Lunge, Brustraum oder anderen Organen weiter ausgebreitet hat. Dann gilt es, umgehend den Hausarzt aufzusuchen. Die Symptome einer Lungenkrebserkrankung sind vielfältig und unterscheiden sich je nach Ausbreitung des Tumors. Hinzu kommt, dass auch andere Erkrankungen eine ähnliche Symptomatik haben, so dass eine eindeutige Diagnose auf Lungenkrebs oft schwer zu stellen ist.

Schon gewusst?

9 von 10 Betroffenen haben bei der Diagnose „Lungenkrebs“ Beschwerden.

Diese Beschwerden können durch den Ausgangstumor verursacht werden

Symptom: Husten

Länger anhaltender Husten, der auch nach mehreren Wochen und trotz ärztlicher Behandlung nicht aufhören will. Da das Lungenkarzinom häufig im zentralen Raum der Lunge angesiedelt ist, also dort, wo sich die Bronchien verzweigen, können Tumore oder durch den Krebs angeschwollene Lymphknoten Teile der Atemwege verstopfen, verengen oder verschließen (der Mediziner spricht von einer „Verlegung der Atemwege“). Es kann zudem zu einer nicht ausreichenden Belüftung des Lungengewebes und in der Folge zu einer Lungenentzündung (Pneumonie) kommen. In beiden Fällen reagiert der Körper mit einem Hustenreiz. Bekanntermaßen verursachen auch viele andere Krankheiten Husten und Hustenreiz. Das macht es für den Arzt zunächst schwierig, rasch zu einem eindeutigen, klaren Krankheitsbild zu kommen. Länger anhaltender Husten sollte auf jeden Fall von einem Facharzt untersucht werden, denn es könnten ja auch ganz andere Erkrankungen vorliegen.

Symptom: Unklare Beschwerden in der Brust

Schmerzen oder ein nicht näher zu definierendes Unwohlgefühl im Brustbereich: Bis zur Hälfte der Patienten klagt darüber. Die Beschwerden tauchen auf, verschwinden wieder, kommen und gehen. Häufig sind auch Schmerzen im Brustkorb, die nicht konkret einem bestimmten Bereich zugeordnet werden können.

Symptom: Atemnot

Atemnot ist bei Lungenkrebspatienten ein häufiges Phänomen: Bis zu zwei Drittel sind davon betroffen, vor allem bei körperlicher Belastung bekommen die Patienten nicht genügend Luft. Der Mediziner spricht von Dyspnoe. Zu Luftnot kommt es, wenn durch den Tumor größere Bronchien verstopft („verlegt“) werden. Diese Verlegungen führen zu einer mangelnden Durchlüftung von Teilen der Lunge. Es gibt dann zu wenig frei bleibende Lungenabschnitte für eine ausreichende Sauerstoffversorgung.

Symptom: Bluthusten

Rund ein Drittel der Lungenkrebspatienten klagt darüber, dass mit dem Husten Schleim und Blut ausgeworfen werden (medizinisch: Bluthusten, Hämoptyse).

Diese Beschwerden können aufgrund von Metastasen im Brustraum auftreten

Symptom: Brustschmerzen

Da das Lungengewebe nicht schmerzempfindlich ist, kommt es erst dann zu Schmerzen in der Brust, wenn der Tumor sich weiter ausbreitet, in andere Brustgewebe einwächst, zum Beispiel das Brustfell oder das Rippenfell, oder diese Gewebe zusammendrückt.

Symptom: Schluckbeschwerden

Dazu kann es kommen, wenn Tumor, Lymphknoten oder Absiedlungen in die Speiseröhre eindringen oder sie von außen zusammendrücken.

Symptom: Bluterbrechen

Durch das Eindringen des Tumors in die Speiseröhre oder eine entsprechende Metastasenbildung kann es zum Erbrechen von Blut kommen.

Symptom: Lähmung der Zwerchfellnerven

Das Zwerchfell ist als Muskel sehr wichtig für den Atmungsvorgang, es wird durch ein System von Nerven gesteuert. Es kommt zu Luftnot, wenn die Zwerchfellnerven durch den Tumor beeinträchtigt werden.

Symptom: Wasseransammlung im Brustfell

Durch ein Lungenkarzinom kann es zu einem Austritt von Gewebeflüssigkeit in das Brustfell kommen. Der Mediziner spricht von einem Pleuraerguss. Die Folge ist Luftnot.

Symptom: Lähmung des rückläufigen Kehlkopfnervs

Der untere Bereich des Kehlkopfes und die Stimmbänder werden durch einen Nerv gesteuert, der auch durch den Brustkorb verläuft. Durch den Lungenkrebs kann es zu einer Beeinträchtigung dieses Nervs kommen. Die Folgen sind Atemschwierigkeiten, Heiserkeit, veränderter Klang der Stimme.

Symptom: Druck auf die obere Hohlvene

Über die sogenannte obere Hohlvene wird das Blut aus den oberen Regionen des Körpers zurück zum Herzen transportiert. Die Wand der oberen Hohlvene ist relativ weich. Ein Tumor kann die Vene deshalb zusammendrücken. Die Folgen sind Schwellungen und hervortretende Blutgefäße in Gesicht und Nacken.

Bei diesen Warnzeichen den Hausarzt aufsuchen:

Längere Zeit andauernder Husten, Bluthusten, unklare Schmerzen oder Beschwerden in der Brust, Atemnot, keuchender Atem, wiederkehrende Bronchitis oder Lungenentzündung.

Diese Beschwerden können aufgrund von Metastasen im übrigen Körper auftreten

Symptom: Knochenschmerzen

In Knochen und Gelenken kommt es zu Schmerzen, wenn der Tumor Fernmetastasen in den Knochen bildet. Diese Absiedlungen verdrängen die gesunde Knochensubstanz. Die Knochen werden geschwächt, büßen an Stabilität ein und können mitunter sogar brechen.

Symptom: Störung des Nervensystems

Neurologische Störungen wie Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, Gleichgewichtsstörungen, Krampfanfälle, mitunter auch eine Veränderung der Persönlichkeit. Verursacht werden die Beschwerden aufgrund der Bildung von Metastasen im Gehirn, Rückenmark oder Nervenbahnen.

Symptom: Schwäche, Müdigkeit und Gewichtsverlust

Viele Betroffene klagen über ein andauerndes Schwächefühl, ständige Müdigkeit, der Mediziner spricht von Fatigue (französisch auszusprechen), und auch Gewichtsverlust. Für diese Beschwerden gibt es im Wesentlichen zwei Ursachen. Einerseits die enorme physische und psychische Belastung, die für die Betroffenen mit einem Lungenkrebs einhergeht, auf der anderen Seite aber auch die Beeinflussung des Stoffwechsels durch die große Beanspruchung des Immunsystems des Körpers bei der Bekämpfung des Tumors.

Schon gewusst?

Häufig von Metastasen betroffene Organe: Knochen, Leber, Nebennieren, Lymphknoten, Gehirn, Rückenmark.

Checkliste für Ihren Arztbesuch

Lungenkrebs verstehen hat eine Checkliste erstellt, mit deren Hilfe Sie sich auf den Besuch bei Ihrem Arzt vorbereiten können.

Quellen:

[1] Lungeninformationsdienst - Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH) http://www.lungeninformationsdienst.de/krankheiten/lungenkrebs/index.html (zuletzt besucht am 26.02.2018)
[2] Deutsche Krebsgesellschaft – Onko Internetportal http://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/definition/lungenkrebs-basis-infos-fuer-patienten.html (zuletzt besucht am 26.02.2018)
[3] Interdisziplinäre S3-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin und der Deutschen Krebsgesellschaft https://www.onkopedia.com/de/wissensdatenbank/wissensdatenbank/wissensdatenbank/lungenkarzinom/AWMFS3LeitlinieLungenkarzinom2010.pdf (zuletzt besucht am 26.02.2018)
[4] Dkfz - Deutsches Krebsforschungszentrum Krebsinformationsdienst https://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/lungenkrebs/frueherkennung.php (zuletzt besucht am 26.02.2018)
[5] Deutsche Krebshilfe e. V.: Die blauen Ratgeber – Antworten. Hilfen. Perspektiven. Nr. 10, 2016

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