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Erkrankungen der Lunge

Ob Lungenentzündung, Asthma oder Lungenkrebs: Es gibt eine Vielzahl von unterschiedlich schweren Erkrankungen der Lunge. Nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen, etwa Herzinfarkten oder Schlaganfällen, sind Lungenerkrankungen weltweit gesehen für die meisten durch Krankheit verursachten Todesfälle verantwortlich, Tendenz steigend. Hauptursache dafür ist das Tabakrauchen. Eine Erkrankung wie die Lungenentzündung kann, wenn sie gehäuft auftritt, auch ein Symptom für ein Lungenkarzinom sein.

Lungenerkrankungen im Überblick

Asthma Allergien Infektionen COPD Lungenemphysem Lungenhochdruck Mukoviszidose Lungenfibrose Lungenembolie Pneumothorax

Asthma

Asthma (griechisch für „Beklemmung/Keuchen“) wird in der Fachsprache mit Asthma bronchiale bezeichnet. Dabei handelt es sich um eine chronische Erkrankung der Atemwege. Eine permanente Entzündung führt zu Verengungen der Bronchien. Bei den Betroffenen äußert sich dies in stärkeren oder schwächeren Anfällen, die mit Luftnot, Kurzatmigkeit und dem Gefühl einer Beengung im Brustbereich einhergehen. Bei den meisten Patienten lässt sich Asthma bronchiale medikamentös gut kontrollieren. Heilbar ist Asthma bronchiale derzeit noch nicht.

Allergien

Heuschnupfen, in der Fachsprache Rhinitis, ist die häufigste allergische Erkrankung der Atemwege. Man unterscheidet den saisonal auftretenden Heuschnupfen und die ganzjährige chronische Rhinitis. Bei den Betroffenen reagiert das Immunsystem mit Symptomen wie Niesreiz, Schnupfen, Juckreiz in der Nase und anderen allergischen Reaktionen auf an sich harmlose Dinge wie Gräser- und Blütenpollen, Tierhaare oder Hausstaub.

Infektionen

Zu den wesentlichen infektiösen Erkrankungen der Atemwege beziehungsweise der Lunge gehören durch Viren oder Bakterien verursachte Infekte, zum Beispiel der „grippale Infekt“, die akute oder chronische Bronchitis, die Lungenentzündung (in der Fachsprache Pneumonie), der hochansteckende Keuchhusten und die Tuberkulose.

COPD

COPD steht für chronic obstructive pulmonary disease. Wörtlich übersetzt: chronisch-obstruktive Lungenerkrankung. COPD führt zu einer chronischen Verengung der Atemwege. Die Auswirkungen dieser fortschreitenden Erkrankung, mitunter auch „Raucherlunge“ genannt, bleiben ein Leben lang bestehen. Wird eine COPD nicht behandelt, kann es zu einer Überblähung der Lunge kommen.

Lungenemphysem

Das Lungenemphysem ist eine chronische Lungenerkrankung, bei der Lungenbläschen erweitert und unwiederbringlich zerstört werden. Die kleinen Lungenbläschen werden zu großen Blasen. Aufgrund einer Stauung der Atemluft in diesen Blasen kommt es, obwohl die Lunge mit Luft gefüllt ist, zu Atemnot. Häufig wird das Lungenemphysem auch der COPD zugeordnet. Etwa jeder fünfte Raucher bekommt ein Lungenemphysem.

Lungenhochdruck

Bei Patienten mit Lungenhochdruck ist der Blutdruck im Lungenkreislauf chronisch erhöht. Zur Symptomatik gehören Leistungsschwäche, Kurzatmigkeit, geringe körperliche Belastbarkeit, Brustschmerzen und Wasseransammlungen in den Beinen.

Mukoviszidose

Mukoviszidose ist eine angeborene, genetisch bedingte Stoffwechselerkrankung, die zu schweren Funktionsstörungen der Lunge und anderer Organe führt. Der klinische Verlauf der Erkrankung und die Symptomatik sind von Betroffenen zu Betroffenen unterschiedlich.

Lungenfibrose

Die sogenannten Lungenfibrosen (man spricht auch von „Narbenlunge“) zeigen unterschiedliche Krankheitsbilder. Dabei kommt es, bedingt durch Schadstoffe, systemische Erkrankungen oder eine chronischen Infektion, zu einem krankhaften Umbau des Lungengerüstes. Die Folge ist eine Vermehrung von Bindegewebe, was wiederum die Aufnahme von Sauerstoff beeinträchtigt. Die Funktion der Lunge verschlechtert sich, es kommt zu Reizhusten und Atemnot.

Lungenembolie

Eine Lungenembolie ist keine Erkrankung der Lunge im engeren Sinn, sondern eine, durch ein Thrombosegeschehen ausgelöste, Herz-Kreislauf-Erkrankung. Dabei werden Blutgefäße in der Lunge verstopft. Je nach Schweregrad kann diese Erkrankung zum Tod führen.

Pneumothorax

Eine Erkrankung, bei der Lungen- und Herz-Kreislauffunktionen, je nach Schweregrad, unterschiedlich stark betroffen sein können. Ein Pneumothorax kann etwa im Zusammenhang mit dem COPD-Krankheitsbild entstehen oder wird durch äußere traumatische Ereignisse verursacht. Bei einem Pneumothorax dringt Luft in die sogenannte Pleurahöhle, also in den dünnen Spalt zwischen Brust- und Lungenfell. Mitunter zeigen sich keine Symptome, in schweren Fällen kommt es zu Erstickungsgefühlen und zu schneller, heftiger Atmung, obwohl der Betroffene „ruhig ist“.

Quellen:

[1] Lungeninformationsdienst - Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH) http://www.lungeninformationsdienst.de/krankheiten/index.html (zuletzt besucht am 26.02.2018)

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