Wo kann man testen?

Ob die Zellen eines Lungentumors die genannten Treibermutationen im EGFR- oder ALK-Gen aufweisen, zeigen Tests auf eben diese beiden spezifischen Biomarker. Diese Testverfahren sind aufwendig, und oft steht nur eine sehr kleine Gewebeprobe zur Verfügung, die Labore müssen entsprechend spezialisiert sein.

Gewebeentnahme, Analyse, Auswertung

Die Untersuchung auf EGFR- und ALK-Mutationen kann nur in Laboren durchgeführt werden, die auf molekulargenetische Pathologie spezialisiert sind. Zunächst aber wird dem Patienten im Rahmen einer Biopsie eine Probe aus dem Lungengewebe entnommen. Dies geschieht zum Beispiel beim Facharzt oder in einem Krebszentrum. Das entnommene Gewebe wird dann molekulargenetisch untersucht. Die Bearbeitung nimmt etwas zwei Wochen Zeit in Anspruch. Die Untersuchung auf Tumormarker zeigt, ob Gen-Mutationen vorliegen und ob es sich um Veränderungen im EGFR- oder im ALK-Gen handelt. Nach Vorliegen des Ergebnisses stimmt sich der behandelnde Arzt mit dem Patienten ab. Dann wird entschieden, ob eine zielgerichtete Therapie in Frage kommt und mit welchem Medikament, also mit welchem Tyrosinkinase-Hemmer, die Behandlung durchgeführt wird. Das interaktive Prozessmodell von Lungenkrebs verstehen veranschaulicht den Ablauf eines solchen Verfahrens.

Quellen: 
[1] Lungeninformationsdienst - Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH) http://www.lungeninformationsdienst.de/krankheiten/lungenkrebs/forschungsansaetze/index.html (zuletzt besucht am 1.12.2014)
[2] Dkfz - Deutsches Krebsforschungszentrum Krebsinformationsdienst https://www.krebsinformationsdienst.de/behandlung/moderne-krebstherapien.php https://www.krebsinformationsdienst.de/grundlagen/molekularbiologie-index.php (zuletzt besucht am 1.12.2014)
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