Wer kommt für einen Test in Frage?

Die Testverfahren, die man zum Aufspüren und Identifizieren von Lungenkrebs-Tumormarkern einsetzt, werden laufend verbessert und weiterentwickelt. Tumortests bei Lungenkrebs kommen derzeit vor allem für Patienten zum Einsatz, bei denen ein nicht-kleinzelliges Lungenkrebs in der häufigen Form des Adenokarzinoms diagnostiziert wurde.

Welche Lungenkrebspatienten eignen sich für Tumortests?

Bei nicht-kleinzelligem Lungenkrebs sollten v.a. Patienten im fortgeschrittenen Stadium (IIIb, IV) mit der häufigen Form des Adenokarzinoms auf Tumormarker des Typs EGFR und ALK getestet werden. Ein Test empfiehlt sich, wenn bei der Diagnose das Stadium I bis III festgestellt wurde, ebenso im Falle eines Rezidivs im Stadium IIB und IV. Bei rund 20 Prozent aller Lungenkrebspatienten mit einen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom treten EGFR- und ALK-Veränderungen auf. Sehr unwahrscheinlich ist, dass beide Mutationsformen bei einem Patienten gleichzeitig auftreten. Welcher Patient für entsprechende Tests in Frage kommt, und ob das individuelle Testergebnis eine zielgerichtete Therapie nahelegt, entscheiden die behandelnden Ärzte anhand des konkreten Falls.

Schon gewusst?

Tumortests auf molekulargenetischer Basis sind unverzichtbar für eine zielgerichtete Tumortherapie.

Quellen: 
[1] Lungeninformationsdienst - Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH) http://www.lungeninformationsdienst.de/krankheiten/lungenkrebs/forschungsansaetze/index.html (zuletzt besucht am 1.12.2014)
[2] Dkfz - Deutsches Krebsforschungszentrum Krebsinformationsdienst https://www.krebsinformationsdienst.de/behandlung/moderne-krebstherapien.php (zuletzt besucht am 1.12.2014)
[3] https://www.iaslc.org/articles/cap-iaslc-amp-molecular-testing-guideline (zuletzt besucht am 26.2.2015)