Was wird getestet?

Wie auch unter Diagnose – Molekulargenetische Verfahren und unter Therapie – Zielgerichtete Therapie beschrieben, untersucht man Krebszellen auf Veränderungen. Diese Mutationen werden Treibermutationen genannt, weil sie das Tumorwachstum vorantreiben. In diesen veränderten Krebszellen sind sogenannte Tyrosinkinasen aktiv. Diese Eiweiße (Proteine) senden Signale aus, die ein unkontrolliertes Zellwachstum auslösen, was schließlich zur Tumorbildung führt.

Auf welche Gen-Mutationen wird getestet?

Die Frage ist nun: Wie hindert man die Tyrosinkinasen daran, dies zu tun? Beim Lungenkrebs spielen in diesem Zusammenhang vor allem zwei Gen-Mutationen eine Rolle: eine Mutation im sogenannten EGFR-Gen und eine Mutatation im ALK-Gen. Gegen beide Gen-Mutationen werden sogenannte TKIs eingesetzt. Hinter diesem Kürzel stecken Medikamente, die das unkontrollierte Wachstum dieser Zellen hemmen sollen, die sogenannten Tyrosinkinase-Inhibitoren. Diese Stoffe unterbrechen bestimmte Signalwege in den Krebszellen, die durch die Tyrosinkinasen aktiviert sind – mit der Folge, dass die Zellen nicht mehr versorgt werden können. Bevor man die Tumorzellen allerdings mit diesen „Hemmern“ gezielt angreifen kann, muss erst ein Test ergeben, ob die genannten Veränderungen im EGFR-Gen oder als ALK-Translokation überhaupt vorliegen.

Schon gewusst?

Tyrosinkinase-Inhibitoren TKI, auch Tyrosinkinase Hemmer (englisch to inhibit = hemmen) sind Stoffe, die Signalübertragungen in den Tumorzellen blockieren und so krankhaftes Zellwachstum hemmen.

Quellen: 
[1] Lungeninformationsdienst - Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH) http://www.lungeninformationsdienst.de/krankheiten/lungenkrebs/forschungsansaetze/index.html (zuletzt besucht am 1.12.2014)
[2] Dkfz - Deutsches Krebsforschungszentrum Krebsinformationsdienst https://www.krebsinformationsdienst.de/behandlung/moderne-krebstherapien.php (zuletzt besucht am 1.12.2014)