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Rehabilitation

So gut wie möglich wieder zurück in den Alltag finden: Das ist das Ziel einer Krebsrehabilitation. Die physischen und psychischen Folgen der Erkrankung sollen durch eine Reha gemildert oder ganz beseitigt werden. Eine Rehabilitation dient auch der Vorbeugung gegen eine eventuelle Verschlechterung der Krankheitssituation und soll den Patienten generell beim Leben mit dem Krebs unterstützen.

Ambulant oder stationär?

Eine medizinische Rehabilitation erfolgt entweder ambulant oder stationär. Der Vorteil einer ambulanten Reha: Sie findet tagsüber in einer entsprechenden Einrichtung in der Nähe Ihres Wohnortes statt, erholen kann man sich dann anschließend, und man schläft zuhause in der gewohnten Umgebung. Eine stationäre Rehabilitation („Kur“) dauert mehrere Wochen, sie findet in einer Rehabilitationsklinik statt.

Anschlussrehabilitation / Anschlussheilbehandlung

Eine sogenannte Anschlussrehabilitation / Anschlussheilbehandlung kann direkt nach dem Krankenhausaufenthalt oder einer ambulanten Operation erfolgen, spätestens zwei Wochen nach der Entlassung. Zu diesem Zweck gibt es eigene Nachsorgekliniken, die mit den körperlichen und den psychischen Problemen von Krebspatienten vertraut sind.

Schon gewusst?

Wichtig: Der Antrag für die Anschlussheilbehandlung muss bereits im Krankenhaus gestellt werden. Der Sozialdienst Ihrer Klinik hilft Ihnen dabei.

Schließt sich an den Klinikaufenthalt eine ambulante Behandlung an, zum Beispiel eine Bestrahlung oder eine Chemotherapie, leitet Ihr behandelnder Arzt die Anschlussheilbehandlung ein. Die Anschlussheilbehandlung muss dann in der Regel spätestens 14 Tage nach dem letzten Behandlungstermin beginnen.

Für eine stationäre Anschlussheilbehandlung – sie dauert meist drei Wochen, längere Aufenthaltszeiten sind aber möglich – müssen Sie sich selbst waschen können und mobil sein. Sie sollten zum Beispiel auf der Stationsebene der Klinik herumlaufen können und in der Lage sein, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Reha-Klinik zu gelangen.

Onkologische Rehabilitation

Neben den herkömmlichen notwendigen Reha-Maßnahmen stehen Krebspatienten auch spezielle onkologische Rehabilitationen zur Verfügung. Nach der Erstbehandlung Ihres Lungentumors können Sie sich mit Ihrem behandelnden Arzt abstimmen, ob eine solche Form der Rehabilitation für Sie sinnvoll ist. Mit einer onkologischen Rehabilitation soll eine nachhaltige Verbesserung des Allgemeinbefindens, eine körperliche und psychische Festigung und ein guter Wiedereinstieg in Alltag und Berufsleben unterstützt werden. Eine onkologische Rehabilitationsmaßnahme kann stationär oder ambulant durchgeführt werden, die Kosten werden von den Rentenversicherern, Krankenkassen oder vom Sozialamt getragen. Die Kostenträger überprüfen, ob eine solche Reha-Maßnahme medizinisch notwendig ist.

Eine onkologische Rehabilitation kann im ersten Jahr nach Abschluss der Primärbehandlung genehmigt werden, sie dauert meist drei Wochen, kann aber medizinisch begründet verlängert werden.

Im Einzelfall kann in den ersten beiden Jahren nach der Primärbehandlung eine onkologische Rehabilitation dann genehmigt werden, wenn die Tumorerkrankung selbst, durch sie bedingte Komplikationen oder Folgen der Behandlung das Befinden des Betroffenen erheblich beeinträchtigen.

Erst nach vier Jahren (bei Rückfällen oder Metastasenbildung früher) können Sie eine weitere ambulante oder stationäre onkologische Rehabilitationsmaßnahme beantragen.

So beantragen Sie eine Reha

Grundsätzlich müssen Sie von sich aus eine Reha-Maßnahme selbst beantragen. Dazu müssen Sie wissen, wer in Ihrem Fall für die Bewilligung entsprechender Leistungen zuständig ist. Das kann die Rentenversicherung, die Krankenversicherung oder das Sozialamt sein. Für Beratung und Antragsstellung stehen Ihnen überall in Deutschland die gemeinsamen Servicestellen der Rehabilitationsträger zur Verfügung, zum Beispiel die Reha-Servicestellen der Deutschen Rentenversicherung.

Bitte beachten:

Den Antrag auf eine Reha muss ein Patient immer von sich aus beantragen!

Weitere Informationen zu diesem Themenkreis auch unter Kontrolle und Nachsorge, sowie bei Ihrer Krankenkasse oder Ihrem Rentenversicherungsträger.

Quellen:

[1] Deutsche Krebshilfe e. V.: Die blauen Ratgeber – Antworten. Hilfen. Perspektiven. Nr. 40, 2016
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