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Ernährung

Da ist man krank – und darf nicht einmal essen, was man will? Das Gegenteil ist der Fall: Wenn es Ihre Behandlung und der Arzt erlauben, können Sie mit einem Lungenkrebs grundsätzlich essen, was Sie möchten und was Ihnen schmeckt. Schließlich gehört der Genuss von gutem Essen und die sozialen Funktionen, die das Essen hat, zu unserer Lebensqualität. Vielleicht entdecken Sie sogar bisher unentdeckte Leidenschaften für das Kochen und neue Rezepte? Wichtig ist allein, dass Ihre Ernährung gesund und ausgewogen ist – und Sie keine Nahrungsmittel zu sich nehmen, die im Rahmen einer therapeutischen Maßnahme nicht geeignet sind.

Essen stärkt!

Keine Lust auf Essen, mangelnder Appetit, Gewichtsverlust: Viele Lungenkrebspatienten haben damit zu tun. Das liegt zum einen an den mit der Erkrankung einhergehenden physischen und psychischen Herausforderungen, denn das Leben ist jetzt durchaus schwieriger geworden. Zum anderen machen sich die Folgen der Behandlungen sowie deren Nebenwirkungen bemerkbar. Die Folge ist eine Schwächung des Körpers und des Allgemeinzustandes des Patienten. Stärkung und Substanzaufbau sind jetzt das A und O: Der Patient muss essen, um wieder zu Kräften zu kommen und sich zu erholen. Das klappt gut mit ausreichender und ausgewogener Ernährung. Essen, das schmeckt, ist das beste Rezept gegen Appetitlosigkeit und genereller „Unlust“ am Essen. Vermeiden Sie einseitige Ernährung. Immer wieder kommen sogenannte „Krebsdiäten“ ins Gespräch, das Internet ist voll mit diesen vermeintlich gut gemeinten Ratschlägen. Eine „Rohkostkur“ ist da ebenso nutzlos und kontraproduktiv wie „Powervitamine“. Solche einseitigen Empfehlungen, die von Betroffenen leider allzu häufig angenommen werden, sind wissenschaftlich meist fragwürdig, ihr Nutzen ist nicht erwiesen – auch wenn so mancher Internetauftritt da etwas anderes suggeriert.

Im Krankenhaus und bei der Reha

Hier spielt die Ernährungsberatung eine wichtige Rolle. Vor allem Patienten, die schon vor der Lungenkrebsdiagnose an Gewicht verloren haben, erhalten zielgerichtete und individuell angepasste Empfehlungen vom Ärzte- und Ernährungsberaterteam. Es kann auch sein, dass Patienten aufgrund ihrer Therapie das eine oder andere plötzlich weniger gut oder gar nicht vertragen. Auch für diese Fälle geben die Ernährungsberater qualifizierte Empfehlungen. Wichtig ist, dass der Spaß am Essen erhalten bleibt beziehungsweise wiederkommt. Der Patient soll und darf sich wünschen, was er gerne essen möchte.

„Astronautennahrung“

Damit ein durch den Lungenkrebs und seine Behandlung geschwächter Betroffener möglichst rasch und nachhaltig wieder zu Kräften kommt, erhalten manche Patienten eine spezielle Ernährungstherapie. Sie besteht meist aus einer Zusatznahrung und ist sehr kalorienreich, wie sie zum Beispiel auch in der Raumfahrt von den Astronauten verwendet wird. Diese Astronautennahrung enthält reichlich Nährstoffe und kann schnell und unkompliziert zu sich genommen werden.

Alles wieder stabil?

Wenn sich der Gesamtzustand des Patienten nachhaltig gebessert hat, wenn das Körpergewicht wieder annähernd auf Normalwerte angestiegen ist und wenn keine spezifischen Mangelerscheinungen bestehen, können Lungenkrebspatienten wieder ganz normal essen. Strenge Ernährungsvorgaben gibt es nicht. Bei einer ausreichenden, gesunden, abwechslungsreichen und wohlschmeckenden Ernährung sind weder zusätzliche Vitamine und Spurenelemente noch sogenannte Nahrungsergänzungsmittel notwendig. Entscheidend ist, dass der Patient, der Partner und die Familie wieder Freude am Essen haben und es allen schmeckt.

Wichtige Tipps:

  • Ihre Wunschkost - Essen, das schmeckt und gut vertragen wird!
  • Finger weg von sogenannten Krebsdiäten! So etwas gibt es nicht! Tumore lassen sich nicht „aushungern“!
  • Ernährungsberatung? Fragen Sie auch Ihre Krankenkasse.

Quellen:

[1] Dkfz - Deutsches Krebsforschungszentrum Krebsinformationsdienst https://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/lungenkrebs/leben.php (zuletzt besucht am 26.02.2018)

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